Abschied von Barbara Pázmándy
Dankbar und traurig nehmen wir Abschied von unserer lieben Barbara Pazmandy, einer engagierten ehemaligen Klassenlehrerin und einem warmherzigen Menschen, der unser Leben auf so viele Weisen bereichert hat.
Barbara ist am Samstag, den 18. April 2026, im Alter von 66 Jahren, nach langer schwerer Krankheit über die Schwelle des Todes gegangen.
In der Zeit von 2002 bis 2019 führte sie mit großem Engagement und viel Hingabe zwei Klassen von der 1. bis zur 8. Schulstufe. Darüber hinaus unterrichtete sie Englisch sowie freie christliche Religion.
Barbaras besonderes Anliegen war die Integration aller Kinder. Ihre Bemühungen führten in Zusammenarbeit mit zwei anderen Kolleginnen zur Entstehung einer klassenübergreifenden Kleinklasse, der sogenannten „Ameisengruppe“. Auch legte sie großen Wert darauf, dass einzelne Kinder in ihrer Klasse von einer Begleitlehrerin unterstützt wurden, um auf sinnvolle Weise am Unterrichtsgeschehen teilhaben zu können.
Barbara hatte eine besondere Gabe, sich in die individuellen Schicksale ihrer SchülerInnen einzufühlen. Sie betonte stets das Positive und Gute, begegnete allen mit Respekt und Mitgefühl und vertraute auf deren Entwicklungsmöglichkeiten. Diese Haltung war ansteckend und schenkte vielen Hoffnung und Zuversicht.
Als Kollegin war sie offen, großherzig und stets bereit zu helfen. Sie teilte, was sie hatte – sei es Zeit, Aufmerksamkeit oder ein gutes Wort. Ihre Hilfsbereitschaft kam von Herzen und war für viele ein wertvoller Anker im Alltag. Ihr nicht ganz seltenes organisatorisches Durcheinander ließ uns gleichermaßen schmunzeln und staunen und wird uns ebenso in liebevoller Erinnerung bleiben.
Barbara bewahrte sich bis zuletzt ihr fröhliches und heiteres Wesen – sogar in den letzten Tagen vor dem Tod. An ihren guten Humor, mit dem sie auch über sich selbst lachen konnte, denken wir gerne zurück.
Liebe Barbara, Du hinterlässt eine große Lücke, doch wir werden Dich tief in unseren Herzen behalten und möchten Dir folgende Worte von Rudolf Steiner mit auf Deine Reise geben:
„Meine Liebe sei den Hüllen, Die dich jetzt umgeben – Kühlend alle Wärme, Wärmend alle Kälte- Opfernd einverwoben! Lebe liebgetragen, Lichtbeschenkt nach oben!“
Für das Kollegium Daniela Krättli und Rita Welte
Barbara Pazmandy war ein besonderer Mensch.
Eine Lehrerin mit viel Herz, die ihre Klasse über Jahre hinweg begleitet hat – aufmerksam, zugewandt und immer mit dem Blick auf jedes einzelne Kind. Ihr war wichtig, dass es allen gut geht und sich jeder gesehen fühlt.Barbara war tief mit den Werten der Waldorfpädagogik verbunden. Sie hat an Traditionen festgehalten – nicht aus Gewohnheit, sondern weil sie davon überzeugt war. Handschriftliche Zeugnisse, persönliche Elternbriefe, jedes Wort bewusst gewählt. Man hat gespürt, dass es ihr wichtig ist. Dass es von Herzen kommt. Für sie ging es nie nur ums Unterrichten, sondern um die Beziehung zu den Kindern.Gleichzeitig war sie auf ihre ganz eigene Art unkonventionell. Ein bisschen chaotisch, viele Zettel, viele Gedanken – und oft ihren eigenen Weg gehend. Voller Ideen, voller Kreativität. Nicht einfach, aber immer echt. Und genau das hat sie ausgemacht.Barbara war ein fröhlicher Mensch, dem das Gute wichtig war. Sie hat sich mit viel Engagement dafür eingesetzt, dass in ihrer Klasse etwas entsteht – nicht nur im Unterricht, sondern als Gemeinschaft. Gemeinsam mit den Kindern, aber auch mit den Eltern, offen und vertrauensvoll.
Ich habe sie nicht nur als Lehrerin meiner Tochter erlebt, sondern auch als liebe Freundin. Jemand, mit dem man gerne Zeit verbringt und gemeinsam etwas auf die Beine stellt. Nicht aus Pflicht, sondern weil es sich richtig angefühlt hat.
Barbara wird fehlen.
Uschi Wagner
Eine Frau voll Elan und Liebe für ihren Beruf. Barbara Pazmandy, die Klassenlehrerin unseres Sohnes, war eine Bereicherung in unserem Leben.
In einem Text, den sie anlässlich des Jubiläums „Waldorf 100“ verfasste, schrieb sie in Bezug auf das von ihr ausgewählte Theaterstück für ihre 8. Klasse, Les Miserables:
„… Drei Motive lagen mir für meine Klasse besonders am Herzen:
1. Es ist nie zu spät, sich selbst und Zustände zu ändern, denn es gibt immer Hoffnung.
2. Das Vorbild eines Menschen, der immer auf dem Weg des Guten bleibt, egal wie schwer das für ihn ist.
3. Alles kann verziehen werden …“
Danke, Barbara. Wir behalten Dich und alles, was Du für Deine Klasse und unsere Kinder getan hast, in liebevoller Erinnerung!
Familie Berke