Barbara Pázmándy

Am 18. April 2026 ist unsere Kollegin und Lehrerin im Alter von 66 Jahren von dieser Welt in ihre neue Heimat gegangen. 

Barbara Pazmandy war ein besonderer Mensch.

Eine Lehrerin mit viel Herz, die ihre Klasse über Jahre hinweg begleitet hat – aufmerksam, zugewandt und immer mit dem Blick auf jedes einzelne Kind. Ihr war wichtig, dass es allen gut geht und sich jeder gesehen fühlt.

Barbara war tief mit den Werten der Waldorfpädagogik verbunden. Sie hat an Traditionen festgehalten – nicht aus Gewohnheit, sondern weil sie davon überzeugt war. Handschriftliche Zeugnisse, persönliche Elternbriefe, jedes Wort bewusst gewählt. Man hat gespürt, dass es ihr wichtig ist. Dass es von Herzen kommt. Für sie ging es nie nur ums Unterrichten, sondern um die Beziehung zu den Kindern.

Gleichzeitig war sie auf ihre ganz eigene Art unkonventionell. Ein bisschen chaotisch, viele Zettel, viele Gedanken – und oft ihren eigenen Weg gehend. Voller Ideen, voller Kreativität. Nicht einfach, aber immer echt. Und genau das hat sie ausgemacht.

Barbara war ein fröhlicher Mensch, dem das Gute wichtig war. Sie hat sich mit viel Engagement dafür eingesetzt, dass in ihrer Klasse etwas entsteht – nicht nur im Unterricht, sondern als Gemeinschaft. Gemeinsam mit den Kindern, aber auch mit den Eltern, offen und vertrauensvoll.

Ich habe sie nicht nur als Lehrerin meiner Tochter erlebt, sondern auch als liebe Freundin. Jemand, mit dem man gerne Zeit verbringt und gemeinsam etwas auf die Beine stellt. Nicht aus Pflicht, sondern weil es sich richtig angefühlt hat.

Barbara wird fehlen.

Uschi Wagner

Barbara begrüsst ihre neue 1. Klasse, 2011

Eine Frau voll Elan und Liebe für ihren Beruf.
Barbara Pazmandy, die Klassenlehrerin unseres Sohnes, war eine Bereicherung in unserem Leben.

In einem Text, den sie anlässlich des Jubiläums „Waldorf 100“ verfasste, schrieb sie in Bezug auf das von Ihr ausgewählte Theaterstück für ihre 8. Klasse, Les Miserables:

„…Drei Motive lagen mir für meine Klasse besonders am Herzen:
1. Es ist nie zu spät sich selbst und Zustände zu ändern, denn es gibt immer Hoffnung.
2. Das Vorbild eines Menschen, der immer auf dem Weg des Guten bleibt, egal wie schwer das für ihn ist.
3. Alles kann verziehen werden…“

Danke, Barbara. Wir behalten Dich und alles, was Du für Deine Klasse und unsere Kinder getan hast, in liebevoller Erinnerung!

Nadja und Matthias Berke

Barbara und ihre 8. Klasse, Juni 2019